Vorwort: Fred's Thesen zur digitalen Transformation

August 30, 2018

 

oder warum ich mich lieber auf eine unendliche Reise ins Unbekannte mache.

 

Bevor ich tiefer in meine erste These eintauche,  möchte ich zuerst einen wichtigen Grundstein legen. Meine Definition der digitalen Transformation. 

 

Viele große und namhafte Organisationen haben sich bereits Gedanken über eine sinnvolle Definition der digitalen Transformation gemacht.  Abhängig welche Organisation hinter der Definition steckt zeigt sich der Schwerpunkt dieser. Mal stehen die Technologien im Zentrum, mal das digitale Erlebnis des Kunden also die digitale Customer Journey, mal das neue digitale Geschäftsmodell oder ganz allgemein der Prozess des Wandels.

 

Diese Vielzahl an Definitionen ist vielleicht mit ein Grund warum viele Manager*innen beim Begriff der digitalen Transformation zuerst mal ein ungutes Gefühl in der Magengegend bekommen. Vanessa Weber, Geschäftsführerin der Werkzeug Weber GmbH & Co KG bringt es für mich auf den Punkt: "Wir müssen uns um Big Data kümmern. Wir müssen unsere Prozesse verschlanken. Wir müssen den E-Commerce vorantreiben. Und und und, die Aufgabenliste wird jeden Tag länger. Ist das die digitale Transformation, von der alle reden – und unter der offenbar jeder etwas anderes versteht?"

 

Wer mit offenen Ohren durch die verschiedenen angebotenen Events zum Thema Digitalisierung und Digitale Transformation geht, wird ähnliche Kommentare der Betroffenen hören.

 

 

Ich möchte in meiner Definition das Pferd von hinten aufzäumen. Getreu meinem Motto "Regeln brechen und Zukunft gestalten". Dabei fange ich nicht ganz auf der grünen Wiese an, sondern bediene mich dem 3-Ebenen Modell des digitalen Wissens von Lankshear und Knobel.  Eigentlich total logisch, erst verstehen dann anwenden und zum Schluss durch Reflektion und Hinterfragen das Angewandte verbessern. In vielen alltäglichen Dingen wenden wir genau das Prinzip an. Nehmen wir z.B. Autofahren. Erst entwickle ich die Kompetenz ein Auto zu fahren, dann nutze ich das Auto und durch ständiges reflektieren meiner Fahrkünste und Fahrgewohnheiten werde ich besser und auch sicherer im Straßenverkehr. Ich fange an zu verstehen, wie das Autofahren mein Leben verändert, welchen Einfluss meine Autofahrten auf die Gesellschaft oder die Umwelt haben. Entsprechend den gewonnenen Erkenntnissen werde ich mein Fahrverhalten hinterfragen und ggf. verändern. Am Ende kann es sogar so weit kommen, dass ich das Auto verkaufe und nur noch mit öffentlichen Verkehrsmittel fahre. Doch selbst das muss noch nicht das Ende sein......

 

So ist es die Reflexion, die uns zur Transformation führt. Was ja auch wieder Sinn ergibt. Den "transformare" steht im lateinischen für umformen und umgestalten. Im Militär steht Transformation für den grundlegenden Wandel der Strategie. Methoden werden eingesetzt und weiterentwickelt, die der Einheit einen revolutionären Vorteil verschaffen. Im politischen Sinne steht Transformation für ein Wechsel der Grundordnung.

 

Meine erste Gedanken aus den gewonnenen Erkenntnissen:

"Die digitale Transformation als ein Paradigma Wechsel, von dem sich Unternehmen einen revolutionären Vorteil erhoffen!"

 

Soweit so gut, dabei bleibt meines Erachtens eine wichtige Frage unbeantwortet: Wann ist die digitale Transformation vollbracht?  Wir lernen doch alle, dass Prozesse einen Anfang und ein Ende haben. Projekte haben eine vorab definierte Laufzeit, ein Datum an dem geliefert werden muss. Das ganze Projektteam arbeitet unter Hochdruck daran, das gewünschte zum vereinbarten Termin zu liefen.

 

Wann ist also der Zeitpunkt, an dem die digitale Transformation abgeschlossen ist? Gar nicht so einfach die Frage zu beantworten, oder? Vor allem da wir ja gar nicht genau wissen, wie den das Outcome der digitalen Transformation genau ausschauen wird. Gibt es überhaupt ein Ende und ein vorab definiertes Ziel auf das hin gearbeitet werden kann? Ich persönlich glaube nein. Daher ist die digitale Transformation für mich auch viel mehr als nur ein Paradigma Wechsel bei dem es um revolutionäre Vorteile geht.

 

Meine Definition der digitalen Transformation:

Bei der digitalen Transformation handelt es sich um eine fortwährende Reise ins Unbekannte.

Bei der durch Reflexion neue Erkenntnisse gewonnen und achtsam angewendet werden.

 

 

Literaturliste und Linkliste:

https://www.impulse.de/management/unternehmensfuehrung/digitalisierung-ueberfordert/4194728.html

https://svenruoss.ch/2015/06/16/teil-2-was-wird-unter-digitaler-transformation-genau-verstanden/

 

 

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